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Der neue Weg im Orgelbau
Der Produktionsbeginn einer von Grund auf neu konzipierten Instrumentengeneration im März 2005 markiert für RODGERS – aber auch für die gesamte Digitalorgel-Industrie - einen weiteren Meilenstein in der langen, von zahlreichen innovativen Entwicklungen geprägten Unternehmensgeschichte.
Der Name MASTERPIECE steht nicht nur für neue Technologien in der Klangerzeugung und –Bearbeitung, sondern auch für eine völlig neue, zukunftsweisende Philosophie bei der Produktgestaltung und Produktion.
10 neue Standardmodelle - darunter auch zwei viermanualige Orgeln - mit jeweils vier verschiedenen wählbaren Grunddispositionen (Deutsch Barock, American Classic, Französisch Romantisch, Englisch Romantisch), alle mit einer wesentlich erweiterten internen VoicePalette Registerdatenbank zum Austausch und Ersatz der internen Register bestückt - bilden die Grundlage für eine individuelle, nach Kundenwunsch gestaltete Spezifikation jedes einzelnen Instrumentes im direkten Dialog mit dem RODGERS ORGAN ARCHITECT (ROA) Server über das Internet. Dort stehen bereits heute über 1000 verschiedene Optionen zur Individualisierung der gewünschten Orgel zur Auswahl. So kann z.B. jedes Register gegen Stimmen aus der gesamten RODGERS Registerdatenbank mit derzeit ca. 500 Registern einzeln ausgetauscht und als Haupt- oder VoicePalette Register zugewiesen werden. Darüber hinaus können Spielhilfen und Spieltischfunktionen ersetzt oder am Spieltisch neu arrangiert werden (z.B. mehr Setzer, Sequenzschaltung, mehr MIDI-Koppeln pro Manual, Steuerung von Pfeifenregistern, Floating Divisions u.v.m.). Auch die flexible Anzahl der Audiokanäle und die Ausführung der Klangabstrahlung wird mit dem Rodgers Organ Architect ausgewählt und definiert. Schliesslich kann der Kunde die Holzausführung des Spieltisches, die Art und Form der Klaviaturen und Registerzüge, des Notenpultes, des Pedals und der Sitzbank bestimmen (in Zukunft werden auch Spieltische in verschiedenen Bauformen angeboten werden).
Diese bisher einmalige Flexibilität wurde erst durch die Implementierung einer von Grund auf neu geschaffenen technischen Plattform der Instrumente und einer neuen Produktions- und Fertigungstechnologie möglich. Alle MASTERPIECE Instrumente verfügen über ein einheitliches LINUX Betriebssystem, sämtliche Baugruppen kommunizieren miteinander über Ethernet- Schnittstellen. Durch die offene technische Architektur werden nicht nur Software-Updates in direkter Kommunikation der Orgel mit dem ROA Server des Herstellers, sondern sogar auch nachträgliche Änderungen der Spezifikation möglich.
Auch der Umfang der Intonationsmöglichkeiten wurde wesentlich erweitert. Jede Orgel verfügt nun über eine bereits im Betriebssystem installierte Intonationssoftware, auf die wahlweise direkt am Spieltisch oder über die Ethernetschnittstelle mit PC, Notebook oder PDA (auch kabellos) zugegriffen werden kann.
Sämtliche Änderungen der Spezifikation erfolgen Online und werden im Dialog mit dem ROA Server unmittelbar verarbeitet sowie auf Plausibilität überprüft. Nach Fertigstellung einer so erstellten Spezifikation stehen dem Kunden innerhalb kürzester Zeit umfangreiche Dokumentationen für jedes individuell geplante Projekt sowie eine Preisermittlung als Grundlage für die Produktion des neu konstruierten Instrumentes zur Verfügung. Das modulare, flexible Fertigungssystem ermöglicht die Herstellung eines jeden neuen Instrumentes innerhalb der gleichen Zeitspanne (6-8 Wochen), die auch bei den TRILLIUM Standardmodellen üblich ist.
Die Auswahl der möglichen Optionen und Ausstattungsmerkmale wie z.B. neue/weitere Register, Spieltischformen usw. wird kontinuierlich erweitert, was dank des einheitlichen und offenen Betriebssystems nicht zuletzt auch spätere Erweiterungen und Änderungen an bereits installierten Instrumenten ermöglicht.
Mit der MASTERPIECE Generation und dem RODGERS ORGAN ARCHITECT beginnt somit ein neues Zeitalter im industriellen Bau individueller digitaler Sakral- und Kirchenorgeln sowie Kombinationsorgeln – in einem Umfang der möglichen und realisierbaren Optionen, der bisher bestenfalls mit aufwändigen Einzelanfertigungen denkbar war.
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